Der Kaffee-Einlauf

Kaffee-Einläufe sind eine hochwirksame Hilfe zur Entgiftung des Organismus durch einen aufgrund einer Gefäßweitstellung verbesserten Zellstoffwechsel. Die Hauptwirkstoffe sind Palmitinsäure und Koffein. Sie werden rektal über den Darm ins Pfortadersystem aufgenommen und zu allen gut durchbluteten Körperteilen – vor allem aber zur Leber geführt.

Palmitinsäure bewirkt, dass die Leber Enzyme ausschüttet. Diese Enzyme wiederum bewirken die Aussschüttung von toxinabbauenden giftabbauenden Stoffen des Körpers und eine erhöhte Gallensaftausschüttung.

Koffein bewirkt eine Gefäßweitstellung; dadurch eine erhöhte Entschlackung bzw. Entgiftung. Diese Abfallprodukte werden über den Gallensaft / Galle, Darm und Niere ausgeschieden. Die Blut-Leber-Passage dauert drei Minuten. In dieser ungefähren Regelmäßigkeit kommt es meist zu vermehrten Darmkrämpfen und eventuell zu einer Übelkeit.

Um die durch den Einlauf gelösten Substanzen auch optimal über die Niere aus-scheiden zu können, muss ausreichend Flüssigkeit zusätzlich getrunken werden. Je nach Krankheitsbild sollte die tägliche Menge zwei bis vier Liter betragen.

Anwendungsgebiete:
Alle chronisch degenerativen Erkrankungen wie z. B.

  • Krebs, Alzheimer, Parkinson, Durchblutungsstörungen, Migräne, Bluthoch- oder -niederdruck
  • Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises einschließlich PCP und Gicht
  • Allergien, alle Hauterkrankungen von Akne, Psonasis, Ekzemen bis Neurodermitis
  • Depressionen, Konzentrationsschwierigkeiten, Nervosität, Verspannungen
  • Verstopfungen

Einläufe können zu jeder Tageszeit erfolgen. Bereits morgendliche Einläufe bzw. nach dem Mittagessen sind sehr beliebt. Abends nur wenn der Nachtschlaft problemlos ist, da die Einläufe belebend wirken. Es wird empfohlen, nach dem Einlauf 10 – 30 Minuten zu ruhen.

Kontraindikationen Kaffee-Einläufe:
Kaffee-Einläufe sollten nicht angewendet werden bei allen Erkrankungen bei denen eine erhöhte Durchblutung nicht erwünscht ist: Frische Darm-OP ́s, Darmblutungen. Während des Zeitraums der Kaffee-Einläufe ist zu beachten, dass bei täglicher Anwendung die Wirkungen des Kaffee-Einlaufs durch das Kaffeetrinken quasi aufgehoben und die Leber überlastet wird. Werden nur wenige Einläufe in der
Woche oder Monat gemacht, so muss darauf geachtet werden, dass an diesen Tagen kein Kaffee getrunken wird.

Nebenwirkung:
Es sind bisher keine negativen Nebenwirkungen bekannt geworden.

Vorbereitung:
Auf 1 Liter Wasser 3 Esslöffel frisch grob gemahlenen Kaffee geben. Kalt aufsetzen. Langsam erhitzen und 3 Minuten kochen lassen. 10 Minuten ziehen lassen und dann ab filtern. Den Kaffee in den Irigator füllen.
Achtung: Den Kaffee grob mahlen da bei einer feinen Mahlung die kleinen Partikel die Koffeinaufnahme im Darm blockieren.

Einlauf:
Auf die linke Seite legen, zur Entspannung das Knie anziehen ggf. ein Handtuch unter das Gesäß legen.
Irigatoransatzstück rektal einführen. Als Gleitmittel ggf. eine Creme benutzen. Der Kaffee sollte lauwarm sein. Das Ventil aufdrehen und den Irigator mit der rechten Hand möglichst hoch halten, damit der Kaffee weit einlaufen kann. Ventil wieder schließen und das Ansatzstück wieder herausziehen. Danach auf die rechte Seite drehen. Nun fängt der Kaffee an zu wirken. Nach ersten Gewohnheitsschwieigkeiten und Schmerzen lässt sich ein dreiminütiger Rhythmus (kurze aber starke Krämpfe) feststellen. Nach 12 – 15 Minuten auf der Toilette entleeren.
Achtung: Nicht bei Krämpfen aufstehen, da man dann schlecht an sich halten kann.

Wichtiger Hinweis:
Häufige Einläufe über längere Zeiträume sollten immer mit dem medizinischen Behandler abgestimmt werden!

Kakao & Schokolade

KNEIPP-GESUNDHEITSVISITE Dezember 2015

Schokolade ist mein Lieblingsgemüse

Dieser bemerkenswerte Satz stammt von Beatrice Golomb, Forscherin an der University of California.
Tatsächlich wurden in den vergangenen Jahrzehnten etliche Studien zu gesundheitsförderlichen Inhaltsstoffen bzw. Effekten von Kakao/Schokolade veröffentlicht. Dabei ist die Verwendung im ernährungswissenschaftlichen bzw. medizinischen Kontext gar nicht so neu:
Kakao gelangte im 16. Jahrhundert von Mittelamerika nach Europa; im 19. Jahrhundert wurden Kakao – bzw. Schokoladenprodukte in Apotheken als
sog. „Sanitätsschokoladen“ verkauft – sie sollten angeblich u.a. bei Verdauungsproblemen, Müdigkeit und Hautkrankheitenhelfen.

Unser Tipp: Kakao & Schokolade (in Maßen)
Der regelmäßige Genuss von Kakao bzw. vorwiegend dunkler Schokolade in Maßen kann diverse gesundheitsförderliche Effekte haben.

Wichtig: Es sollte sich um dunkle Schokolade handeln; in der beliebten Milchschokolade (enthält viel Zucker, Milchpulver und Lecithin) ist nur noch ein kleiner Bruchteil der „gesunden“ Inhaltsstoffe vorhanden.
Forscher vermuten, dass die in Schokolade enthaltenen Catechine den Stoffwechsel anregen. Catechine sind Flavonoide, die auch in Grün- und Schwarztee vorkommen und erwiesenermaßen Entzündungen vorbeugen, Bakterien abtöten und Stresshormone reduzieren können. Flavonoide gelten gemeinhin als Antioxidantien, welche in den Körperzellen Freie Radikale unschädlich machen und zusätzlich blutdrucksenkende Wirkung haben könnten.

Doch nicht nur das: Eine Untersuchung der Harvard Medical School gibt
Anlass zu der Vermutung, dass durch den Verzehr naturbelassenen Kakaos das Risiko für Krebs, Diabetes, Schlaganfall und Herzinfarkt um bis zu 90% gesenkt werden kann: Die in Panama beheimateten Kuna-Indianer sind außergewöhnlich gesund; die erwähnten Krankheitsbilder tauchen bei ihnen nur zu 10% auf. Sie kennen auch keinen Bluthochdruck bzw. altersbedingten Blutdruckanstieg. Genetische Gründe konnten die Forscher ausschließen; vielmehr sind die Ernährungsgewohnheiten der Indianer ausschlaggebend: 40 Tassen Kakao (mit heißem Wasser) werden durchschnittlich pro Woche getrunken.

Übrigens:
Verschiedeneaktuelle Untersuchungen und Interventionsstudien deuten auf vielfältige gesundheitsförderliche Wirkungen von Kakao/Schokolade hin. Aufgrund der umfangreichen Datenlage und Informationsbreite wurde in dieser Kneipp-Gesundheitsvisite nur ein Teil der (möglichen) Effekte erwähnt. Ein kleines Beispiel zur Veranschaulichung: Die Kakaobohne hat mehr als 700 Inhaltsstoffe; davon konnten bereits über 200 von ihnen positive Wirkungen zugeschrieben werden.

Ihr Gesundheitsexperte des Kneipp-Bund e.V.
Dr. med. Dr. Bernhard Uehleke, Abt. Naturheilkunde – Charité Berlin
Kontakt: Kneipp-Bund e.V. Adolf-Scholz-Allee 6-8 | 86 825 Bad Wörishofen | Tel. 08247.30 02-102 |Fax-199
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